Am Samstag, 24. Oktober 2026, trafen sich mehr als 30 Menschen zu einem Informationsgang durch den Naturpark Schwalm-Nette. Eingeladen hatten u.a. die „Parents for Future – Kreis Viersen“, um auf die drohenden Gefahren für Mensch, Natur und Umwelt durch die geplane CO2-Pipeline aufmerksam zu machen. Diese Pipeline soll unterirdisch durch das seit mehr als vier Jahrzehnten entwickelte Naturschutzgebiet an den Krickenbecker-Seen führen. Diese Entwicklung hat viel (Steuer-) Geld gekostet: Kreis-, Landes, Bundesmittel und Mittel aus EU-Fördergeldern.
Und nun eine CO2-Pipeline mitten hindurch! Dieses Vorhaben stellt eine große Gefährdung dar: natürliche Feuchtgebiete, wiedervernässte Areale in den trockengelegten Mooren, Brutgebiete für fast 30 Vogelarten, seltene Pflanzen auf den sog. Glatthafer-Wiesen sind dann akut bedroht. Denn auf der Verlegetrasse darf in Zukunft nichts mehr wachsen – keine Büsche und Sträucher, keine Bäume oder Hecken.
Die Teilnehmenden lehnten einstimmig den Bau und Betrieb dieser gefährlichen CO2-Pipeline ab. Und sie verabredeten sich zu weiteren Protesten und Spaziergängen in den gefährdeten Regionen. Viele hatten die Erfahrungen mit den Wald- und Dorfspaziergängen in Hambach und Lützerath noch im Kopf.
Das Wasserbündnis Rheinisches Revier informierte die Teilnehmenden über die Auswirkungen der geplanten Befüllung der Braunkohletagebaue mit ungereinigtem Rheinwasser und die negativen Folgen für die Feuchtgebiet an Niers, Schwalm und Nette.
Der Kampf um Wasser ist durch die CO2-Pipeline um eine Facette „reicher“ geworden. Die Pipeline kommt von Süden und quert zweimal den Rhein, bündelt dann bei Duisburg mehrere Leitungen, um von dort durch die o.g. Feuchtgebiete, Naturschutzgebiete und FFH-Schutzgebiete nach Holland und zur Nordsee zu führen. Bei Leckagen droht Lebensgefahr in Siedlungs- und Naturgebieten.
RWE und alle anderen Verursacher müssen zahlen!
Wassergerechtigkeit und Klimagerechtigkeit sind nicht zu trennen!
