Am 11. Januar 2023 begann die Räumung von Lützerath, einem Dorf, das für die Fortsetzung der Braunkohleförderung im Rheinischen Revier weichen sollte. Polizei und RWE setzten das Vorhaben durch, obwohl die Klimakrise, Artenschutz und gesellschaftlicher Widerstand dagegensprachen.
Nur drei Tage später, am 14. Januar 2023, versammelten sich über 35.000 Menschen zu einer Großdemonstration direkt am Ort der Räumung. Sie machten deutlich: Die Zerstörung von Dörfern, Wäldern und Ökosystemen ist kein notwendiges Opfer, sondern ein politisch gewolltes Risiko für Profitinteressen.
Die Ereignisse zeigen, wie eng Kohleförderung, Naturzerstörung und gesellschaftlicher Konflikt im Rheinischen Revier verknüpft sind. Sie verdeutlichen auch, warum Projekte wie die Rheinwassertransportleitung kritisch zu hinterfragen sind:
Ein Fluss, Wälder und Dörfer werden als Ressource für industrielle Zwecke behandelt, Kosten und Risiken werden teilweise auf die Allgemeinheit abgewälzt, statt den Verursacherprinzipien zu folgen.
Lützerath steht symbolisch für die Grenzen des fossilen Systems: Wenn Profit über Natur, Klima und Menschen gestellt wird, entstehen Konflikte, die nicht ignoriert werden können. Bis heute wird das 1,5 Ziel mit Lützerath in Verbindung gebracht und der Name ist weit über das Rheinland hinaus bekannt.

